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BetreuungskonzeptBetreuungskonzept

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  1. Schul- und Therapiezentrum Raisdorf
  2. Betreuungskonzept

  • Pädagogische Betreuung

    In den Wohngruppen Amrum, Hallig Hooge und Fehmarn des DRK-Schul- und Therapiezentrums Raisdorf arbeiten Erzieher*innen, Heilerziehungspfleger*innen und pädagogische Assistent*innen Hand in Hand mit den Pflegefach- und Pflegehilfskräften, damit Pflege und Förderung möglichst optimal miteinander verbunden werden können. Wichtigstes Ziel ist das Erreichen der größtmöglichen Eigenständigkeit der Bewohner*innen mit einem integrativen Konzept.

  • Förderpflege

    Wichtiger Bestandteil unseres Pflegekonzeptes ist die Förderpflege. Wir verstehen darunter alle Pflegeabläufe, die zu einer Erweiterung des Erlebnishorizontes führen, eine neue oder weiterentwickelte Handlungsplanung implementieren und die Eigenwahrnehmung fördern.

    Dazu gehören:

    • Bereitstellung von grund- und förderpflegerischen Hilfen im Tages- und Nachtrhythmus durch examiniertes Pflegepersonal in Zusammenarbeit und Abstimmung mit pädagogischen und therapeutischen Fachkräften
    • Basale Stimulation zur Förderung der Eigenwahrnehmung
    • Lebenspraktisches Training zur Steigerung der Selbständigkeit und Stärkung des Selbstwertgefühls, insbesondere:
      • Training bestimmter Bewegungsabläufe während der assistierten Körperpflege, die auch mit eingeschränkten physischen Möglichkeiten ein eigenständiges Durchführen von Hygienemaßnahmen ermöglichen,
      • Toilettentraining,
      • Selbständiges Durchführen von förderpflegerischen Maßnahmen (z. B. Katheterisieren)
    • Lagerungs- und Entspannungshilfen
    • Beschaffung und Anleitung zum Umgang mit orthopädischen und anderen Hilfsmitteln
    • Hilfen, die auf Grund von funktionellen und/oder intellektuellen Einschränkungen und/oder psychosozialen Problemen notwendig sind (z. B. Anleitung zur Selbstpflege, Schutz vor Selbst- und Fremdgefährdung, Hilfestellung beim Umgang mit Geld, bei der Beschaffung und Pflege der Wäsche und Bekleidung, Anregung für die Freizeitgestaltung)
    • Vorbereitung und Begleitung sämtlicher Arztbesuche, Durchführung der verordneten Therapien im Rahmen des co-therapeutischen Ansatzes, Begleitung in Krankenhäuser, postoperative Versorgung etc.
  • Ärztliche Versorgung

    Die Schüler*innen im Internat werden durch einen niedergelassenen Hausarzt betreut, der wöchentliche Sprechstunden im SuTz anbietet. Er wird auch bei akuten Erkrankungen hinzugezogen. Die invasiv fremdbeatmungspflichtigen Bewohner*innen werden regelmäßig von einem Internisten mit der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin behandelt.

    Darüber hinaus bietet ein Facharzt für Orthopädie/Kinderorthopädie wöchentlich Visiten im SuTz an und verordnet die notwendigen Therapieeinheiten. In jedem Quartal ist die Vorstellung auch ohne akute Probleme für alle Schüler*innen obligatorisch. Inhalt dieser Visiten sind sämtliche orthopädische Fragestellungen sowie die erforderlichen Hilfsmittel für die Schüler*innen und Bewohner*innen. Bei bestehender Notwendigkeit werden Vertreter*innen entsprechender Hilfsmittelfirmen hinzugezogen.

    Alle Arzttermine, Klinikaufnahmen und Kontrolluntersuchungen werden grundsätzlich mit den Eltern abgesprochen. Können Eltern ihre Kinder nicht begleiten, wird die Begleitung von unseren Betreuern übernommen.

    Unsere erwachsenen Bewohner*innen wählen Ihre Ärzte eigenverantwortlich aus.

    Alle ärztlich verordneten Maßnahmen werden für die Schüler*innen und Bewohner*innen im hauseig enen elektronischen Dokumentationssystem festgehalten.

    Zweimal jährlich findet für alle Schüler*innen eine zahnärztliche Bonusdurchsicht statt.

     

     

  • Therapie

    Der Therapiebereich ist eng mit allen anderen Leistungsbereichen des DRK-Schul- und Therapiezentrums verzahnt. Das ergibt sich aus dessen Leistungsspektrum, der Mitwirkung bei den Diagnose- und Beratungswochen, der Erstellung und Umsetzung der individuellen Förderpläne und der Beratung von Eltern. Die physio- und ergotherapeutischen Leistungen im Therapiebereich erfolgen ausschließlich durch DRK-Personal. Zu den Behandlungskonzepten gehören u. a. basale Förderung, Förderung nach Lilli Nielsen, Bobath, Castillo-Morales, Affolter, Förderung der sensorischen Integration, Feldenkrais, Psychomotorik, Cranio-Sacrale Therapie, Reittherapie, Atemtherapie und therapeutisches Schwimmen in der eigenen Schwimmhalle. In Abstimmung mit den Pädagog*innen des Zentrums werden Physio- und Ergotherapie in den gesamten Tagesablauf integriert.

    Sprachbehinderte Schüler*innen werden von einem Therapeuten betreut, der über umfangreiche Kenntnisse auf dem Gebiet der Unterstützten Kommunikation verfügt und individuelle Förder- sowie Hilfsmittelkonzepte entwickelt.

    Das DRK-Schul- und Therapiezentrum Raisdorf hat die Anerkennung als Praxis für Physio- und Ergotherapie und rechnet die Therapien über Rezepte unter Berücksichtigung des Eigenanteils mit den Krankenkassen ab. Die nicht über die Krankenkassen abrechenbaren Leistungen werden über die Eingliederungshilfe finanziert.

     

    Der Fachbereich Psychologie kümmert sich um Schüler*innen und Bewohner,*innen die Hilfe und Beratung bei der Verarbeitung ihrer chronischen körperlichen Krankheiten bzw. Behinderungen benötigen. Im Rahmen von Einzelgesprächen oder gemeinsamen Gesprächen mit Familienmitgliedern, Betreuer*innen, Lehrer*innen und Gruppenmitgliedern werden individuelle Lösungen gesucht. Darüber hinaus ist die Mitwirkung des Fachbereiches Psychologie bei den Diagnose- und Beratungswochen, den Förderplangesprächen und den Fallkonferenzen unverzichtbar.

  • Ausstattung

    Das DRK-Schul- und Therapiezentrum Raisdorf bietet folgende Ausstattungsmerkmale:

    • In den Wohngruppen Amrum, Hallig Hooge und Fehmarn, stehen Einzel- und Doppelzimmer zur Verfügung, im Bereich Dat lütt Huus, gibt es ausschließlich Einzelapartments und tagesstrukturierte Angebote.
    • Jede Wohngruppe verfügt über einen Terrassen- oder Balkonbereich, einen großen Gemeinschaftsraum mit Fernseher, DVD-Spieler und Musikanlage sowie über eine eigene Küche.
    • Für jeden Schüler und Bewohner kann ein Internetanschluss bereitgestellt werden.
    • Therapiehalle für Einzel- und Gruppentherapien mit ca. 250 m2
    • große Kletterwand 8x4 m
    • zwei Basalräume
    • Snozelenraum mit Wasserklangbett und unterschiedlichsten Beleuchtungsstimulantien
    • Bällebad mit insgesamt ca. 20 m2
    • fünf Räume für Einzeltherapien mit einer Gesamtfläche von ca. 380 m2
    • große Bewegungshalle (375 m2)
    • Schwimm- und Therapiebad (364 m2)
    • Werk- und Bastelräume
    • Bibliothek
    • großer Jugendkeller
    • Internetraum

     

    Alle Räume sind zweckentsprechend mit vielfältigen therapeutischen Geräten sowie Spiel-, Werk- und Bastelmaterialien, Übungs- und Sportgeräten sehr gut ausgestattet. Die Bäder verfügen zum Teil über Hubwannen und zum Teil über Duschliegen, zahlreiche Lifter stehen ebenfalls zur Verfügung. Alle Räumlichkeiten sind absolut barrierefrei.

    Gern genutzt werden auch die großzügigen Außenanlagen und Terrassenflächen, ein moderner Spielplatz, ein kleiner Sportplatz sowie mehrere Grillplätze.